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Die FAQ-Seite wurde in zwei Bereiche geteilt, da einfach zu viele Fragen entstehen.


 

 

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Die elektrische Seite wird in Zukunft noch ausgebaut - wenn Zeit ist...

Kaufen Sie bitte keinen Bausatz meiner Fräsen, wenn Sie keinerlei Ahnung von Mechanik haben. Solche Maschinen werden nur zu „Spitzenfräsen“ durch Ihren genauen Aufbau der Komponenten. Klar ist aber auch, wenn Sie eine fertig montierte Maschine kaufen, dass dort sicher auch Ungenauigkeiten eingebaut sind. Beim Aufbau der Fräse durch den Verkäufer muss es eben schnell gehen und da bleibt die Genauigkeit sicher auch wieder auf der Strecke. Ideal ist ein „pingeliger“ Mechaniker, der einen Bausatz aufbaut. Das ist dann die ideale Kombination ( Zeit, Wissen, Werkzeug und den Willen zur Perfektion ).

Es werden in Zukunft einige Änderungen bei der Fertigung bzw. der Auslieferung der EMS-Fräsen gemacht:

Einige Kunden haben leider Probleme mit dem genauen Aufbau der Fräsen (es ist eben kein LEGO-Baukasten).

Selbst Kunden die Mechaniker sind haben manchmal Probleme mit der Einstellung der Lager oder mit dem Ausrichten der Achsen. Ist eigentlich klar, da diese Leute ja nicht jeden Tag eine Fräse aufbauen oder ihnen diese Technik völlig fremd ist. Darum finden notgedrungen einige Änderungen bei der Übergabe der Maschinen an meine Kunden statt:

Es gibt zwei Probleme die zu lösen sind.

Das erste und gravierende Problem betrifft das Portal mit X und Z-Achse. Die EMS-Maschinen sind in diesen Achsen nicht "labbrig" und "verbiegbar" bzw. nicht mit Aluwinkeln zusammen geschraubt, die bei der Montage nachgeben. Nach dem Zusammenschrauben eines EMS-Portals können Sie dort nichts mehr verbiegen bzw. durch Kraft anpassen. Nur durch Unterlegen mit z.B. Alustreifen bei den Teilen zueinander können Sie das Portal einstellen. Egal wie genau die Teile gefräst sind, Kleinigkeiten bleiben für den Kunden in der Einstellung immer noch übrig - und das können nur sehr wenige Kunden sehr genau machen.

Das zweite und eigentlich lächerlichste Problem ist der Frästisch selbst. Die Kunden verstehen nicht, wie so ein Frästisch aufgebaut wird. Wenn ich immer nach einstellbaren Füßen des Tisches gefragt werde, kann ich eigentlich nicht mehr lachen. Ein EMS-Frästisch verzogen aufgebaut lässt sich auch mit einstellbaren Füßen nicht mehr ausrichten. Diese Konstruktionen sind in sich so steif, dass Sie nicht einfach den Tisch an einem Eck hochheben können, ohne auch die andere Seite hoch zu heben. Wie wollen Sie dann den Tisch mit Füßen einstellen? So wie Sie den Frästisch montieren, bleibt dieser auch in Zukunft. Nur ein ebener Aufbau bringt den Erfolg, den Sie sich wünschen. Hoffentlich hilft die Aufbauanleitung alles zu verstehen, aber ohne "mechanisches Denken" haben Sie da sicher auch wieder Probleme - leider, aber das ist wirklich nicht meine Schuld.

Verwechseln Sie bitte die EMS-Maschinen nicht mit sehr weichen Maschinen, die durch Körperkraft verbogen werden können.  Eine fertige EMS-Fräse können Sie auch beim Einsatz all Ihrer Kräfte nicht mehr verbiegen oder die Achsen anpassen. Darum muss alles genau aufgebaut sein.

Für mich als Hersteller stellt sich darum die Frage, wie alle Probleme der Kunden umgangen werden können. Sicher ist, dass den Kunden eine Vormontage angeboten wird (das Portal mit X und Z-Achse mechanisch vormontiert mit Aluplatten, Führungen und Spindeln inkl. Lagerung). Den Frästisch werden die Kunden auch in Zukunft selbst aufbauen müssen, aber es wird versucht, einige Antriebsteile vor zu montieren und den Aufbau noch besser zu erklären. Bei der P2 informieren Sie mich bitte vor Auslieferung, wo Sie den Schrittmotor der Portal-Querachse (X-Achse) haben wollen (wenn Sie vor der X-Achse stehen links oder rechts - wenn Sie den Aufbau des Portals bestellt haben).

Diese Änderungen finden ab sofort statt und sind auch für alle laufenden Bestellungen gültig. Für bereits bestellte Maschinen ist diese Vormontage kostenlos. Spätere Kunden können sich selbst entscheiden, ob sie diese Hilfe in Anspruch nehmen oder nicht (kostet etwa 250 Euro extra - entspricht 5 Stunden Arbeit).

Wenn Sie die Maschine aber in allen Achsen selbst aufbauen wollen, dann ist das für EMS narürlich auch kein Problem und Sie bestellen den XYZ-Bausatz.

 

Noch eine Anmerkung in eigener Sache:

Eine Fräse wie die P3-Cobra steht ja zwischen den Welten (halb Hobby, halb Profi). Darum ist diese Fräse am Markt sehr schwer zu platzieren (fürs  Hobby zu teuer, für Firmen je nach Anwendung zu wenig Leistung und nicht komplett mit Steuerung zu erwerben). Firmen kaufen eben nur komplette Fräsen mit Software und Steuerung usw.

Geiz ist geil und das erkennen eben immer mehr Hersteller von Fräsen. Der heutige Markt wird geprägt von billigen Chinafräsen, die als Komplettpaket vertrieben werden. Oder sehr leichten Alu- oder Holzfräsen, die sogar in Deutschland gefertigt werden. Weder der mechanische Aufbau, noch die Steuerung dieser "günstigen Maschinen" entspricht aber den grundlegenden Anforderungen an eine Fräse. Wie in jedem Marktsegment steht nur noch der Gewinn im Mittelpunkt der Fertigung. Dennoch werden diese "Maschinen" in großen Stückzahlen von Modellbauern gekauft. Darum wird sich auch das Angebot von EMS in Zukunft in zwei Richtungen entwickeln. Eine hochwertige Maschinenlinie wie die P2 oder die Cobra und eine sehr günstige Fräsengeneration für Einsteiger mit kleinem Geldbeutel. Wir werden sehen...

Das Fräsen in leichten Materialien bis hin zu Aluminium ist natürlich auch mit sehr günstigen und leichten Maschinen möglich. Aber wenn Sie hohe Genauigkeit mit guten Oberflächen bei höherer Vorschubgeschwindigkeit  wollen, müssen Sie eben „tiefer in die Tasche greifen“. Wichtig ist bei allen Fräsen eine sehr gute Frässpindel. Eine starke Maschine mit einer sehr schlechten Frässpindel bringt etwa nur die gleichen Ergebnisse, wie eine mittlere Fräse mit einer sehr guten Spindel.

Chinafräsen im unteren Preisniveau haben ja gleich beide „Vorteile“, schwache Fräse und untaugliche Frässpindeln ;-)